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Anaphylaxie – bewusst leben, Risiken vermeiden.

Als Anaphylaxie bezeichnet man eine allergische Reaktion, die den ganzen Körper erfassen kann und daher die schwerste Form einer Allergie ist.

Ein Leben mit Allergien - Hilfe für den Alltag

Die Diagnose Anaphylaxie-Risiko ist zunächst Angst-einflößend. Aber Sie sind ab jetzt nicht mehr alleine. Wir zeigen Ihnen einen Weg auf, den Sie gehen können, um mit diesem Risiko umzugehen.

Altersspezifisch vorgehen

Bei Kindern ist es wichtig, altersspezifisch vorzugehen.

Bei sehr jungen Kindern, die noch keine Verantwortung für sich übernehmen können, ist natürlich die Kommunikation schwer und es bereitet umso größere Angst, das Kind abzugeben – an die Großeltern, einen Babysitter, Verwandte oder, oder. Daher ist hier Aufklärung und Schulung des nahen Umfeldes das A und O.

Gerade wenn Ihr Kind auf Fisch, Nüsse, Erdnüsse oder Sellerie reagiert, wird sich diese Allergie nicht einfach zurückentwickeln - wie es bei einer Allergie auf Ei oder Milch vorkommt, die mit dem Schulalter verschwinden bzw. sich zurückentwickeln können. Eine Allergie bedeutet natürlich eine Einschränkung - aber glauben Sie uns, die Erfahrung zeigt, dass Kinder für viele oft überraschend gut lernen damit zu leben. Sie kennen es nicht anders und es macht sie verantwortungsbewusst und stark. Das Wissen und das Bewusstsein, dass Sie sich selbst sicherer fühlen, übertragen sich dabei auf Ihr Kind. Ermutigen Sie Ihr Kind nachfragen: Erwachsene zu fragen, kann ich das essen oder nicht. Und ermutigen Sie Ihr Kind ohne jede Scheu, sich sofort zu melden, wenn Beschwerden auftreten.

Werden die Kinder langsam älter – und kommen zum Beispiel in die Kita, fängt man spielerisch an, sie einzubinden. Dabei können Sie gerne auch die kindereigene Sprache übernehmen. Wir kennen Beispiele, wo das Kind von seinem Ei-Fieber spricht, wenn es allergische Reaktionen spürt oder vom Auakratz (im Hals) berichtet. Greifen Sie solche Wörter ruhig auf, um das Lernen anzuschieben. Auch hat es sich als hilfreich erweisen, so tun, als ob der Teddy oder die Puppe eine allergische Reaktion haben und mittels der Spielzeuge zu üben, was nun zu tun ist. Helfen Sie Ihrem Kind und der Umgebung, indem Sie mit positiven Wörtern arbeiten. Berichten Sie von der Soforthilfe statt vom Notfallmanagement. Und scheuen Sie sich nicht, auch Freunde des Kindes mit ins Boot zu nehmen Viele Berichte von Eltern zeigen: Schon in Kita und Grundschule unterstützen andere Kinder Ihr Kind mit und sie passen aufeinander auf.

Wird Ihr Kind älter und selbständiger (Schulalter), fördern Sie es, selbst das Zutatenverzeichnis mitzulesen. Binden Sie Ihr Kind aktiv mit in den Einkauf ein, fragen Sie, was würdest du für dich zum Essen kaufen, was würdest Du jetzt in der Eisdiele nehmen, was würdest Du im Restaurant bestellen. Lassen Sie das Kind selbst mit dem Servicepersonal reden, ihm erklären, auf was zu achten ist. Jede Übung macht sicherer. Helfen Sie Ihrem Kind sich selbst zu vertrauen, damit es den Mut hat, Soforthilfe anzuwenden oder andere (Lehrer/Erzieher) um Hilfe zu bitten. Für viele Eltern mit von Anaphylaxie betroffenen Kindern ist das Loslassen ein sehr großes Problem. In Ihrem direkten Umfeld haben Sie das Allergierisiko inzwischen minimiert und das Notfallmanagement im Griff. Doch nun starten beim Schulkind Aspekte wie Schulverpflegung, Klassenausflüge, Kindergeburtstage. Wir wissen wie schwer das ist, und dennoch: wir können Ihnen nur Mut machen, es auszuprobieren, da wir im täglichen Dialog mit Eltern hören, dass es trotz aller Ängste klappt – immer besser klappt. Jedes Kind braucht diesen Freiraum für seine Entwicklung und das geht mit und trotz Allergien.

 

Wir stehen an Ihrer Seite

Der DAAB steht bei solchen Aspekten an Ihrer Seite – wir haben viele Tipps und Alltagshelfer für unsere Mitglieder, die genau solche Situationen leb-bar machen. Und wir kennen auch die vielen Ärgernisse, die Ihnen (womöglich) bevorstehen:

Es wird Menschen geben, die kein Bewusstsein für dieses Thema haben. Wir wissen – aus eigener Erfahrung - wie mühsam und anstrengend es ist, immer wieder erklären und vor allem überzeugen zu müssen, dass man nicht zu den übervorsorglichen, hysterischen Eltern gehört, sondern dass das Kind wirklich eine Krankheit hat, auch wenn man es ihm nicht anmerkt und nicht ansieht. Aber bedenken Sie: Jede noch so nervige Kommunikation mit einem Außenstehenden ist auch Lobbyarbeit und schafft Aufklärung zu diesem Thema in der Bevölkerung. Jedes Gespräch, jede Erklärung trägt dazu bei, das Thema Anaphylaxie bekannter zu machen und damit wird es auf Dauer immer sicherer, auf Verständnis zu treffen. Von der Bäckereitheke, vom Metzger über die Kita und Schule bis zur Nachbarschaft. Überall, wo Sie erklären müssen, stoßen Sie einen Stein an, der wichtig ist – Ihrem Kind dient und der Aufklärung hilft.

Und das ist genau, was wir vom DAAB machen:
Wir reden mit dem Handwerk (Bäckerei, Metzgerei, Caterer, Gastronomie etc.) sensibilisieren und schulen sie. Wir reden mit Kultusministerien und Schulen, mit Kindergarteneinrichtungen, mit Lebensmittelherstellern und mit der Presse, um überall für Sie mehr Öffentlichkeit zu schaffen, mehr Verständnis und mehr Transparenz in der Kennzeichnung, mehr Entgegenkommen zu erzielen.


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